{"id":196,"date":"2018-02-16T16:34:12","date_gmt":"2018-02-16T15:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/?post_type=project&#038;p=196"},"modified":"2021-04-14T17:15:39","modified_gmt":"2021-04-14T15:15:39","slug":"drehbuchautorin","status":"publish","type":"project","link":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/project\/drehbuchautorin\/","title":{"rendered":"Drehbuchautorin"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<h2>Drehbuchautorin<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; src=&#8220;http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Drehbuchautorin_ohne.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; show_bottom_space=&#8220;on&#8220; alt=&#8220;Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. (c) Drehbuchforum&#8220; title_text=&#8220;Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. (c) Drehbuchforum&#8220; custom_margin_last_edited=&#8220;on|&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|&#8220; \/][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220; custom_margin=&#8220;0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;0px|||&#8220; text_font_size=&#8220;14px&#8220;]<\/p>\n<p>Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. Foto\u00a0\u00a9\u00a0Drehbuchforum<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<p>Die Drehbuchautorin schreibt den Film. Ohne Drehbuch &#8211; kein Film! Das Drehbuch ist die Partitur des Films, die Verbindung aller Elemente des Films zu einer stimmigen Komposition. Das Drehbuch wird von den k\u00fcnstlerischen Mitarbeiterinnen interpretiert.<\/p>\n<p>Die Arbeit an einem Drehbuch vollzieht sich in der Regel in mehreren Etappen. Sie schlagen sich in unterschiedlichen literarischen Formen nieder und m\u00fcnden in der Kunstform Drehbuch.<\/p>\n<p>Die Drehbuchautorin arbeitet in der Regel schon fr\u00fchzeitig mit Redakteurinnen, Produzentinnen und Producern zusammen. Sie formulieren ihre Erwartungen an die Geschichte und den fertigen Film und sind der Drehbuchautorin kritische Gespr\u00e4chspartnerinnen. Die Regisseurin als die Urheberin der Inszenierung ist ebenfalls eine wichtige Gespr\u00e4chspartnerin der Filmautorin. Thema, Handlung, Figurenentwicklung, Dialoggestaltung, inhaltliche Aussage sind Teil der geistigen Sch\u00f6pfung, die die Autorin erbracht hat und die die Regisseurin in ihrer Inszenierung interpretiert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; src=&#8220;http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Corinna-Antelmann_c-Elisa-Antelmann.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; show_bottom_space=&#8220;off&#8220; alt=&#8220;Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. (c) Drehbuchforum&#8220; title_text=&#8220;Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. (c) Drehbuchforum&#8220; custom_margin_last_edited=&#8220;on|&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|&#8220; \/][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220; custom_margin=&#8220;0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;0px|||&#8220;]<\/p>\n<h6>Drehbuchautorin Corinna Antelmann Foto\u00a0\u00a9 Elisa Antelmann<\/h6>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_accordion _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243;][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;AUFGABEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p>1. Recherche<br \/>\nVon allen K\u00fcnsten ist der Film das Medium, das sich am genauesten und vielf\u00e4ltigsten auf Wirklichkeit bezieht. Erst auf der Basis pr\u00e4ziser Beobachtung und Sachkenntnis werden daher Personen und Konflikte glaubhaft, lassen sich aussagekr\u00e4ftige Schaupl\u00e4tze finden und ebenso wie Requisiten effektiv in die Geschichte einbeziehen. Die Drehbuchautorin muss ihre Vorstellungen z.B. von den Berufen und dem Alltag der handelnden Personen und allen Aspekten der Wirklichkeit, die in seiner Geschichte vorkommen, st\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcfen. Neugier und ein unverstellter Blick auf Realit\u00e4t sind Teil ihrer Profession. So vermeidet sie Klischees und l\u00e4sst das Publikum an Erfahrungen teilhaben.<\/p>\n<p>Dazu muss die Filmautorin in der Lage sein, sich Sachkenntnisse \u00fcber den Gegenstand zu verschaffen, von dem ihre Geschichte handeln soll. Besonders wenn Stoffe nicht aus der Lebenswelt der Autorin stammen, k\u00f6nnen die erforderlichen Recherchen sehr umfangreich sein. Dazu k\u00f6nnen Gespr\u00e4che mit Expertinnen ebenso geh\u00f6ren wie das Studium von Fachliteratur oder das Eintauchen in ein Milieu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Expos\u00e9<br \/>\nDas Expos\u00e9 enth\u00e4lt die Idee der Geschichte, den k\u00fcnstlerischen Einfall, der das Interesse des Publikums wecken wird, und die erste Fixierung der Grundelemente, aus denen die Geschichte geformt werden soll:<br \/>\n\u2013 Ort und Zeit<br \/>\n\u2013 Hauptfiguren<br \/>\n\u2013 Blickwinkel, unter dem erz\u00e4hlt wird<br \/>\n\u2013 der Konflikt, um den es in der Geschichte geht<br \/>\n\u2013 kurze Beschreibung der herausragenden Entwicklungen des Plots<br \/>\n\u2013 H\u00f6hepunkt und Schluss der Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Treatment<br \/>\nOft schlie\u00dft an das Expos\u00e9 eine ausf\u00fchrliche Filmerz\u00e4hlung an: das Treatment. Es ist beschreibend, kommt noch ohne Dialoge aus, enth\u00e4lt bereits die Handlungsstr\u00e4nge, Schl\u00fcsselszenen und Schaupl\u00e4tze. St\u00e4rker als im sp\u00e4teren Drehbuch kann die Autorin in der Filmerz\u00e4hlung ihre Hauptfiguren psychologisch ausdeuten, Facetten ihrer Charaktere ausprobieren, ohne sie durch einen konkreten Dialog oder eine konkrete Handlung zu belegen. Deutlich wird, wie Handlungslinien sich miteinander verbinden. Eine Norm, wie ein Treatment auszusehen hat, gibt es ebenso wenig wie f\u00fcr das Expos\u00e9.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Drehbuch<br \/>\nDas Drehbuch enth\u00e4lt in der Regel alle Dialoge, Deskriptionen der Schaupl\u00e4tze und r\u00e4umlichzeitlichen Abl\u00e4ufe, ferner Angaben \u00fcber aussagekr\u00e4ftige Requisiten, Kost\u00fcme, \u00fcber T\u00f6ne, Ger\u00e4usche und Musik, Licht, Stimmungen, Farben.<\/p>\n<p>Jedes Drehbuch erz\u00e4hlt eine Geschichte (in diesem Sinne ist es ein abgeschlossenes Werk) und ist zugleich eine Handlungsanweisung (in diesem Sinne ist es integraler Bestandteil des zu schaffenden Films). Eine technische Besonderheit des Drehbuchschreibens ist darum die parallele Schreibweise: Es trennt deutlich zwischen visueller und akustischer Ebene, zwischen bildbeschreibender und figurenzentrierter Dialog-Ebene.<\/p>\n<p>Das Drehbuch verzichtet auf die Aufl\u00f6sung in detaillierte Kameraeinstellungen. Implizit sind solche Kameraeinstellungen im Drehbuch als Handlungsanweisungen sehr wohl enthalten. Die Drehbuchautorin hat f\u00fcr alle nicht sichtbaren Gef\u00fchle, Gedanken, Stimmungen ihrer Figuren sichtbare oder h\u00f6rbare, d.h. sinnlich wahrnehmbare \u00c4quivalente geschaffen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig arbeitet das Drehbuch mit den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten eines dramatischen Kunstwerkes. Es muss ihnen nicht einfach folgen, es kann damit auch spielen. Aber die Autorin muss sie kennen und bewusst benutzen. Ebenso sollten sie dem Leser eines Drehbuches vertraut sein. Die Drehbuchautorin legt fest, was der Charakter tut, um sein gestecktes Ziel zu erreichen. Sie entwickelt Nebenhandlungen, die den Konflikt der Hauptfigur spiegeln, f\u00fchrt die Charaktere in eine Reihe von Krisen, vertieft unsere Erwartungen, die wir an die Figuren kn\u00fcpfen. Sie vermittelt die notwendigen Hintergrundinformationen, vor allem aber auch ein Gef\u00fchl f\u00fcr den Stil, in dem die Geschichte erz\u00e4hlt wird (z.B. f\u00fcr das Genre). Dazu geh\u00f6ren auch bevorzugte Stilmittel der Autorin des Films: z.B. eine Erz\u00e4hlerstimme, R\u00fcckblenden, eine episch angelegte oder dramatisch akzentuierte Geschichte.<\/p>\n<p>Die Drehbuchautorin schafft in der Geschichte, die sie erz\u00e4hlt, eigene Symbolwelten, indem sie Gegenst\u00e4nde, Ger\u00e4usche, Musik, Bewegungen etc. mit Bedeutung aufl\u00e4dt. Sie charakterisiert Figuren durch eine individuelle Sprache. Dazu geh\u00f6rt auch der Subtext, die versteckte bewusste oder unbewusste Absicht hinter den Worten. Das, was die Filmautorin die Figuren sagen l\u00e4sst, ist nicht immer identisch mit dem, was sie kommunizieren. Unter der Oberfl\u00e4che versteckt sich eine andere Bedeutung.<\/p>\n<p>Das Drehbuch definiert den personellen, technischen und \u00f6konomischen Aufwand des Herstellungsprozesses. Dazu geh\u00f6ren Dekoration, Kost\u00fcme, Ausstattung usw. Das Drehbuch enth\u00e4lt alle wesentlichen Elemente des k\u00fcnftigen Films und ber\u00fccksichtigt filmische Notwendigkeiten. Es bildet die Arbeitsgrundlage f\u00fcr die Vorbereitung und eine Handlungsanweisung f\u00fcr das Drehen des Films. Daher geht das Drehbuch in den Film ein und ist als konstitutiver Bestandteil nicht von ihm zu trennen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;ANFORDERUNGEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p>Generelle Anforderungen sind vielf\u00e4ltig und schwer zu verallgemeinern. Ein ausgepr\u00e4gtes Sprachgef\u00fchl, schriftstellerisches Talent, eine umfassende Allgemeinbildung, gutes Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen in andere, visuelle Vorstellungskraft sind sicherlich Eigenschaften von erfolgreichen Drehbuchautorinnen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;AUSBILDUNG&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p>Schreiben lernt man, indem man schreibt. An den meisten Filmhochschulen ist Drehbuch eine eigene Studienrichtung. Dort wird unter anderem das handwerkliche R\u00fcstzeug vermittelt, Talent kann man nicht lehren. Sinnvoll f\u00fcr das Geschichten-erz\u00e4hlen ist im Prinzip auch jegliches Spezialwissen, jede Form von Erfahrung. Alles kann f\u00fcr die Arbeit nutzbar gemacht werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][\/et_pb_accordion][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Drehbuchautorin Drehbuchautorinnen Sandra Bohle und Kathrin Resetarits bei einem Podiumsgespr\u00e4ch zum Drehbuch von Licht. Foto\u00a0\u00a9\u00a0Drehbuchforum <div class=\"et_pb_row et_pb_row_1 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Die Drehbuchautorin schreibt den Film. Ohne Drehbuch &#8211; kein Film! Das Drehbuch ist die Partitur des Films, die Verbindung aller Elemente des Films zu einer stimmigen Komposition. Das Drehbuch wird von den k\u00fcnstlerischen Mitarbeiterinnen interpretiert. Die Arbeit an [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":1469,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Die Drehbuchautorin schreibt den Film. Ohne Drehbuch - kein Film! Das Drehbuch ist die Partitur des Films, die Verbindung aller Elemente des Films zu einer stimmigen Komposition. Das Drehbuch wird von den k\u00fcnstlerischen Mitarbeiterinnen interpretiert.<\/p><p>Die Arbeit an einem Drehbuch vollzieht sich in der Regel in mehreren Etappen. Sie schlagen sich in unterschiedlichen literarischen Formen nieder und m\u00fcnden in der Kunstform Drehbuch.<\/p><p>Die Drehbuchautorin arbeitet in der Regel schon fr\u00fchzeitig mit Redakteurinnen, Produzentinnen und Producern zusammen. Sie formulieren ihre Erwartungen an die Geschichte und den fertigen Film und sind der Drehbuchautorin kritische Gespr\u00e4chspartnerinnen. Die Regisseurin als die Urheberin der Inszenierung ist ebenfalls eine wichtige Gespr\u00e4chspartnerin der Filmautorin. Thema, Handlung, Figurenentwicklung, Dialoggestaltung, inhaltliche Aussage sind Teil der geistigen Sch\u00f6pfung, die die Autorin erbracht hat und die die Regisseurin in ihrer Inszenierung interpretiert.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>AUFGABEN<\/p><p>1. Recherche<br \/>Von allen K\u00fcnsten ist der Film das Medium, das sich am genauesten und vielf\u00e4ltigsten auf Wirklichkeit bezieht. Erst auf der Basis pr\u00e4ziser Beobachtung und Sachkenntnis werden daher Personen und Konflikte glaubhaft, lassen sich aussagekr\u00e4ftige Schaupl\u00e4tze finden und ebenso wie Requisiten effektiv in die Geschichte einbeziehen. Die Drehbuchautorin muss ihre Vorstellungen z.B. von den Berufen und dem Alltag der handelnden Personen und allen Aspekten der Wirklichkeit, die in seiner Geschichte vorkommen, st\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcfen. Neugier und ein unverstellter Blick auf Realit\u00e4t sind Teil ihrer Profession. So vermeidet sie Klischees und l\u00e4sst das Publikum an Erfahrungen teilhaben.<\/p><p>Dazu muss die Filmautorin in der Lage sein, sich Sachkenntnisse \u00fcber den Gegenstand zu verschaffen, von dem ihre Geschichte handeln soll. Besonders wenn Stoffe nicht aus der Lebenswelt der Autorin stammen, k\u00f6nnen die erforderlichen Recherchen sehr umfangreich sein. Dazu k\u00f6nnen Gespr\u00e4che mit Expertinnen ebenso geh\u00f6ren wie das Studium von Fachliteratur oder das Eintauchen in ein Milieu.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>2. Expos\u00e9<br \/>Das Expos\u00e9 enth\u00e4lt die Idee der Geschichte, den k\u00fcnstlerischen Einfall, der das Interesse des Publikums wecken wird, und die erste Fixierung der Grundelemente, aus denen die Geschichte geformt werden soll:<br \/>- Ort und Zeit<br \/>- Hauptfiguren<br \/>- Blickwinkel, unter dem erz\u00e4hlt wird<br \/>- der Konflikt, um den es in der Geschichte geht<br \/>- kurze Beschreibung der herausragenden Entwicklungen des Plots<br \/>- H\u00f6hepunkt und Schluss der Geschichte.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>3. Treatment<br \/>Oft schlie\u00dft an das Expos\u00e9 eine ausf\u00fchrliche Filmerz\u00e4hlung an: das Treatment. Es ist beschreibend, kommt noch ohne Dialoge aus, enth\u00e4lt bereits die Handlungsstr\u00e4nge, Schl\u00fcsselszenen und Schaupl\u00e4tze. St\u00e4rker als im sp\u00e4teren Drehbuch kann die Autorin in der Filmerz\u00e4hlung ihre Hauptfiguren psychologisch ausdeuten, Facetten ihrer Charaktere ausprobieren, ohne sie durch einen konkreten Dialog oder eine konkrete Handlung zu belegen. Deutlich wird, wie Handlungslinien sich miteinander verbinden. Eine Norm, wie ein Treatment auszusehen hat, gibt es ebenso wenig wie f\u00fcr das Expos\u00e9.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>4. Drehbuch<br \/>Das Drehbuch enth\u00e4lt in der Regel alle Dialoge, Deskriptionen der Schaupl\u00e4tze und r\u00e4umlichzeitlichen Abl\u00e4ufe, ferner Angaben \u00fcber aussagekr\u00e4ftige Requisiten, Kost\u00fcme, \u00fcber T\u00f6ne, Ger\u00e4usche und Musik, Licht, Stimmungen, Farben.<\/p><p>Jedes Drehbuch erz\u00e4hlt eine Geschichte (in diesem Sinne ist es ein abgeschlossenes Werk) und ist zugleich eine Handlungsanweisung (in diesem Sinne ist es integraler Bestandteil des zu schaffenden Films). Eine technische Besonderheit des Drehbuchschreibens ist darum die parallele Schreibweise: Es trennt deutlich zwischen visueller und akustischer Ebene, zwischen bildbeschreibender und figurenzentrierter Dialog-Ebene.<\/p><p>Das Drehbuch verzichtet auf die Aufl\u00f6sung in detaillierte Kameraeinstellungen. Implizit sind solche Kameraeinstellungen im Drehbuch als Handlungsanweisungen sehr wohl enthalten. Die Drehbuchautorin hat f\u00fcr alle nicht sichtbaren Gef\u00fchle, Gedanken, Stimmungen ihrer Figuren sichtbare oder h\u00f6rbare, d.h. sinnlich wahrnehmbare \u00c4quivalente geschaffen.<\/p><p>Gleichzeitig arbeitet das Drehbuch mit den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten eines dramatischen Kunstwerkes. Es muss ihnen nicht einfach folgen, es kann damit auch spielen. Aber die Autorin muss sie kennen und bewusst benutzen. Ebenso sollten sie dem Leser eines Drehbuches vertraut sein. Die Drehbuchautorin legt fest, was der Charakter tut, um sein gestecktes Ziel zu erreichen. Sie entwickelt Nebenhandlungen, die den Konflikt der Hauptfigur spiegeln, f\u00fchrt die Charaktere in eine Reihe von Krisen, vertieft unsere Erwartungen, die wir an die Figuren kn\u00fcpfen. Sie vermittelt die notwendigen Hintergrundinformationen, vor allem aber auch ein Gef\u00fchl f\u00fcr den Stil, in dem die Geschichte erz\u00e4hlt wird (z.B. f\u00fcr das Genre). Dazu geh\u00f6ren auch bevorzugte Stilmittel der Autorin des Films: z.B. eine Erz\u00e4hlerstimme, R\u00fcckblenden, eine episch angelegte oder dramatisch akzentuierte Geschichte.<\/p><p>Die Drehbuchautorin schafft in der Geschichte, die sie erz\u00e4hlt, eigene Symbolwelten, indem sie Gegenst\u00e4nde, Ger\u00e4usche, Musik, Bewegungen etc. mit Bedeutung aufl\u00e4dt. Sie charakterisiert Figuren durch eine individuelle Sprache. Dazu geh\u00f6rt auch der Subtext, die versteckte bewusste oder unbewusste Absicht hinter den Worten. Das, was die Filmautorin die Figuren sagen l\u00e4sst, ist nicht immer identisch mit dem, was sie kommunizieren. Unter der Oberfl\u00e4che versteckt sich eine andere Bedeutung.<\/p><p>Das Drehbuch definiert den personellen, technischen und \u00f6konomischen Aufwand des Herstellungsprozesses. Dazu geh\u00f6ren Dekoration, Kost\u00fcme, Ausstattung usw. Das Drehbuch enth\u00e4lt alle wesentlichen Elemente des k\u00fcnftigen Films und ber\u00fccksichtigt filmische Notwendigkeiten. Es bildet die Arbeitsgrundlage f\u00fcr die Vorbereitung und eine Handlungsanweisung f\u00fcr das Drehen des Films. Daher geht das Drehbuch in den Film ein und ist als konstitutiver Bestandteil nicht von ihm zu trennen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>ANFORDERUNGEN<br \/>Generelle Anforderungen sind vielf\u00e4ltig und schwer zu verallgemeinern. Ein ausgepr\u00e4gtes Sprachgef\u00fchl, schriftstellerisches Talent, eine umfassende Allgemeinbildung, gutes Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen in andere, visuelle Vorstellungskraft sind sicherlich Eigenschaften von erfolgreichen Drehbuchautorinnen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>AUSBILDUNG<br \/>Schreiben lernt man, indem man schreibt. An den meisten Filmhochschulen ist Drehbuch eine eigene Studienrichtung. Dort wird unter anderem das handwerkliche R\u00fcstzeug vermittelt, Talent kann man nicht lehren. Sinnvoll f\u00fcr das Geschichten-erz\u00e4hlen ist im Prinzip auch jegliches Spezialwissen, jede Form von Erfahrung. Alles kann f\u00fcr die Arbeit nutzbar gemacht werden.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"project_category":[14],"project_tag":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project\/196"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=196"}],"version-history":[{"count":21,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project\/196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":725,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project\/196\/revisions\/725"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1469"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=196"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}