{"id":236,"date":"2018-02-16T17:13:05","date_gmt":"2018-02-16T16:13:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/?post_type=project&#038;p=236"},"modified":"2020-01-29T23:23:47","modified_gmt":"2020-01-29T22:23:47","slug":"filmeditorin-filmschnitt-cutterin","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/project\/filmeditorin-filmschnitt-cutterin\/","title":{"rendered":"Filmeditorin \/ Filmschnitt \/ Cutterin"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<h2>Filmeditorin \/ Filmschnitt \/ Cutterin<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; posts_number=&#8220;2&#8243; show_title_and_caption=&#8220;on&#8220; show_pagination=&#8220;on&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; orientation=&#8220;landscape&#8220; zoom_icon_color=&#8220;#ff4530&#8243; hover_overlay_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.9)&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; pagination_font_size_tablet=&#8220;51&#8243; pagination_line_height_tablet=&#8220;2&#8243; custom_margin=&#8220;||0px|&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|&#8220; gallery_ids=&#8220;1080,1215&#8243; \/][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<p>Die Begriffe Schnitt, Montage und Editing beschreiben die vielschichtige und komplexe Arbeit der Filmeditorin. Jeder dieser Begriffe verweist auf einen Teilbereich der Arbeit, zusammen veranschaulichen sie die wesentlichen Aspekte des kreativen Arbeitsprozesses: Auswahl, Zusammenstellung und Timing. Die einzeln gedrehten Aufnahmen werden im Schnitt zu einer filmischen Kontinuit\u00e4t verkn\u00fcpft \u2013 zu einer emotional und intellektuell nachvollziehbaren Synthese.<\/p>\n<p>Das Schneiden war besonders zu Zeiten des analogen Schnitts (mit physischem Filmmaterial) der offensichtlichste Teil der Arbeit. Aber auch heute hat sich daran trotz digitaler Files und Computer-Schnittprogrammen nur technisch \u2013 nicht aber inhaltlich \u2013 etwas ge\u00e4ndert: die Auswahl des besten bzw. das Ausmustern des weniger guten Materials, das Bestimmen der jeweiligen Einstellungsl\u00e4nge und die Reihung bzw. Verkn\u00fcpfung der einzelnen Takes.<\/p>\n<p>Aber auch weniger offensichtliche Arbeitsschritte liegen im Verantwortungsbereich der Filmeditorin, wie die Optimierung der dramaturgischen Erz\u00e4hl- und Spannungsb\u00f6gen, die Pr\u00e4zisierung der Geschichte und das Heraussch\u00e4len der \u00fcbergeordneten Erz\u00e4hlung. Die Filmeditorin beurteilt in variierend enger Zusammenarbeit mit der Regie die Wirkung von Einstellungen, Szenen und des gesamten Erz\u00e4hlbogens und montiert aufgrund dessen den endg\u00fcltigen Ablauf der Einstellungen.<\/p>\n<p>Nicht funktionierende Handlungsabl\u00e4ufe oder Durchh\u00e4nger im emotionalen Bogen der Erz\u00e4hlung und in der Spannung werden identifiziert und alternative L\u00f6sungen daf\u00fcr gesucht. Das winzigste Detail ist genauso wichtig wie das gro\u00dfe Ganze.<\/p>\n<p>So entsteht Film zu einem wesentlichen Teil durch die Montage: aus Bild- und Tonfragmenten wird eine Konstruktion, werden Erz\u00e4hlstr\u00e4nge, Gef\u00fchle, Sinnzusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p>Vor allem der Dokumentarfilm, wo es kein fixes Drehbuch geben kann und wo oft nur lose Konzepte vorliegen, entsteht zum gr\u00f6\u00dften Teil im Schnittprozess. Wie eine Bildhauerin schl\u00e4gt die Editorin die Erz\u00e4hlung aus dem Rohstoff des Materials.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_accordion _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243;][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;AUFGABEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p><strong>In der Dreh-Vorbereitung<\/strong><br \/>\nDie Filmeditorin wird in der Vorbereitungszeit meist herangezogen, um das Drehbuch auf L\u00e4nge, Rhythmus und die dramatische Struktur zu untersuchen und sich gegebenenfalls durch Lesen von Grundlagenliteratur (inhaltlich), \u00dcberlegungen bez\u00fcglich spezieller Schnitttechniken (technisch) darin einzuarbeiten.<\/p>\n<p>Es werden Vorgespr\u00e4che mit Regie und Produktion gef\u00fchrt, um abzukl\u00e4ren, auf welchem Schnittsystem (Avid, Final Cut, Premiere, etc.) gearbeitet wird, einen Zeitplan zu erstellen und die Modalit\u00e4ten einer Schnittassistentin zu vereinbaren. Au\u00dferdem wird mit der Regisseurin die Aufl\u00f6sung (die Umsetzung des Drehbuchs \/ der Idee in Bildsprache) besprochen und das k\u00fcnstlerische Konzept der Montage entworfen.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend der Drehzeit<\/strong><br \/>\nIn der Regel erstellt die Filmeditorin schon w\u00e4hrend der Dreharbeiten eine Vor-Auswahl des gedrehten Materials \u2013 in R\u00fccksprache mit Regie und zumeist auch Kamera\u2013 und montiert einen ersten Rohschnitt in Abwesenheit der Regie. Dies ist von gro\u00dfem Nutzen, da es in dieser Zeit klar werden kann, dass f\u00fcr die Erz\u00e4hlung wichtige Str\u00e4nge fehlen oder in die falsche Richtung laufen oder \u00fcberfl\u00fcssig sein k\u00f6nnen. In fr\u00fcher Absprache zwischen Regie und Schnitt kann so bestimmt werden, wo nachgedreht, nachjustiert und umdisponiert werden muss. Auch kann beim Rohschnitt die grunds\u00e4tzliche Kompliziertheit des Materials eingesch\u00e4tzt und eine eventuelle Korrektur der Schnitt-Zeit-Planung veranlasst werden.<\/p>\n<p><strong>Nach der Drehzeit<\/strong><br \/>\nNach Beendigung der Dreharbeiten bzw. des Rohschnitts intensiviert sich der Dialog mit der Regisseurin und durch dramaturgische Umstellungen, Streichungen, Verl\u00e4ngerungen, K\u00fcrzungen etc. entsteht die endg\u00fcltige Gestalt des Films. Bei der Montage handelt es sich also um eine enge Zusammenarbeit von Regie und Schnitt (sofern die Regie und die Produktion nicht die Hauptverantwortung der Editorin \u00fcbergeben und erst das fertige Produkt abnehmen) bei der es um rhythmische, in gro\u00dfem Ma\u00dfe aber um dramaturgische und erz\u00e4hlerische Fragen und Entscheidungen geht. Im Feinschnitt, dem letzten Schliff, legt die Filmeditorin durch diffizile Verl\u00e4ngerungen oder K\u00fcrzungen und Feilung der \u00dcberg\u00e4nge den finalen Erz\u00e4hlrhythmus fest. Die Tongestaltung und der Einsatz von Musik\u00a0 fallen in den Verantwortungsbereich der Filmeditorin, sofern diese die Dramaturgie der Erz\u00e4hlung beeinflussen. Die technische Bearbeitung und kreative Gestaltung des Zusammenklangs der unterschiedlichen Tonebenen (Dialog, Ger\u00e4usche, Effekte, Athmosph\u00e4ren etc.) werden meist \u2013 vor allem beim Kinofilm \u2013 von einer Sound Designerin \u00fcbernommen. Zus\u00e4tzlich muss die Filmeditorin durch Kommunikation mit den einzelnen Departments der Postproduktion zu einer reibungslosen Endfertigung beitragen.<\/p>\n<p>Bei der Erstellung von VFX-Einstellungen und Titeln obliegt es der Filmeditorin in Zusammenarbeit mit der Regisseurin, die entsprechenden Fachleute k\u00fcnstlerisch und terminlich zu koordinieren. Dasselbe gilt f\u00fcr den Tonbereich (Filmmusik, Tonschnitt).<\/p>\n<p>Die letzten Arbeitsschritte der Filmeditorin sind die Begleitung der Mischung und die technische Endabnahme der DCP oder Filmkopie.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;ANFORDERUNGEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p>Um dies bewerkstelligen zu k\u00f6nnen, braucht die Filmeditorin ein hohes Ma\u00df an dramaturgischem Verst\u00e4ndnis, optische und akustische Vorstellungskraft, Musikalit\u00e4t, Flexibilit\u00e4t, Konzentrationsf\u00e4higkeit und vor allem Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen in die Konzepte von Drehbuch und Regie ebenso wie in die Emotionen der Zuschauerinnen bei gleichzeitiger kritischer Distanz zum Material. Das emotionale, empathische Verst\u00e4ndnis ist genauso wichtig wie die intellektuelle\u00a0 Analysef\u00e4higkeit. Die Offenheit der Wahrnehmung und die Freiheit in der Beurteilung stehen jedoch an oberster Stelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;AUSBILDUNG&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220;]<\/p>\n<p>An den meisten Filmhochschulen ist Schnitt eine eigene Studienrichtung.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][\/et_pb_accordion][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Filmeditorin \/ Filmschnitt \/ Cutterin <div class=\"et_pb_row et_pb_row_1 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Die Begriffe Schnitt, Montage und Editing beschreiben die vielschichtige und komplexe Arbeit der Filmeditorin. 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Die Filmeditorin beurteilt in variierend enger Zusammenarbeit mit der Regie die Wirkung von Einstellungen, Szenen und des gesamten Erz\u00e4hlbogens und montiert aufgrund dessen den endg\u00fcltigen Ablauf der Einstellungen.<\/p><p>Nicht funktionierende Handlungsabl\u00e4ufe oder Durchh\u00e4nger im emotionalen Bogen der Erz\u00e4hlung und in der Spannung werden identifiziert und alternative L\u00f6sungen daf\u00fcr gesucht. Das winzigste Detail ist genauso wichtig wie das gro\u00dfe Ganze.<\/p><p>So entsteht Film zu einem wesentlichen Teil durch die Montage: aus Bild- und Tonfragmenten wird eine Konstruktion, werden Erz\u00e4hlstr\u00e4nge, Gef\u00fchle, Sinnzusammenh\u00e4nge.<\/p><p>Vor allem der Dokumentarfilm, wo es kein fixes Drehbuch geben kann und wo oft nur lose Konzepte vorliegen, entsteht zum gr\u00f6\u00dften Teil im Schnittprozess. Wie eine Bildhauerin schl\u00e4gt die Editorin die Erz\u00e4hlung aus dem Rohstoff des Materials.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>ANFORDERUNGEN<br \/>Um dies bewerkstelligen zu k\u00f6nnen, braucht die Filmeditorin ein hohes Ma\u00df an dramaturgischem Verst\u00e4ndnis, optische und akustische Vorstellungskraft, Musikalit\u00e4t, Flexibilit\u00e4t, Konzentrationsf\u00e4higkeit und vor allem Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen in die Konzepte von Drehbuch und Regie ebenso wie in die Emotionen der Zuschauerinnen bei gleichzeitiger kritischer Distanz zum Material. Das emotionale, empathische Verst\u00e4ndnis ist genauso wichtig wie die intellektuelle\u00a0 Analysef\u00e4higkeit. Die Offenheit der Wahrnehmung und die Freiheit in der Beurteilung stehen jedoch an oberster Stelle.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>AUFGABEN<\/p><p>In der Dreh-Vorbereitung<br \/>Die Filmeditorin wird in der Vorbereitungszeit meist herangezogen, um das Drehbuch auf L\u00e4nge, Rhythmus und die dramatische Struktur zu untersuchen und sich gegebenenfalls durch Lesen von Grundlagenliteratur (inhaltlich), \u00dcberlegungen bez\u00fcglich spezieller Schnitttechniken (technisch) darin einzuarbeiten.<\/p><p>Es werden Vorgespr\u00e4che mit Regie und Produktion gef\u00fchrt, um abzukl\u00e4ren, auf welchem Schnittsystem (Avid, Final Cut, Premiere, etc.) gearbeitet wird, einen Zeitplan zu erstellen und die Modalit\u00e4ten einer Schnittassistentin zu vereinbaren. Au\u00dferdem wird mit der Regisseurin die Aufl\u00f6sung (die Umsetzung des Drehbuchs \/ der Idee in Bildsprache) besprochen und das k\u00fcnstlerische Konzept der Montage entworfen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>W\u00e4hrend der Drehzeit<br \/>In der Regel erstellt die Filmeditorin schon w\u00e4hrend der Dreharbeiten eine Vor-Auswahl des gedrehten Materials \u2013 in R\u00fccksprache mit Regie und zumeist auch Kamera\u2013 und montiert einen ersten Rohschnitt in Abwesenheit der Regie. Dies ist von gro\u00dfem Nutzen, da es in dieser Zeit klar werden kann, dass f\u00fcr die Erz\u00e4hlung wichtige Str\u00e4nge fehlen oder in die falsche Richtung laufen oder \u00fcberfl\u00fcssig sein k\u00f6nnen. In fr\u00fcher Absprache zwischen Regie und Schnitt kann so bestimmt werden, wo nachgedreht, nachjustiert und umdisponiert werden muss. Auch kann beim Rohschnitt die grunds\u00e4tzliche Kompliziertheit des Materials eingesch\u00e4tzt und eine eventuelle Korrektur der Schnitt-Zeit-Planung veranlasst werden.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Nach der Drehzeit<br \/>Nach Beendigung der Dreharbeiten bzw. des Rohschnitts intensiviert sich der Dialog mit der Regisseurin und durch dramaturgische Umstellungen, Streichungen, Verl\u00e4ngerungen, K\u00fcrzungen etc. entsteht die endg\u00fcltige Gestalt des Films. Bei der Montage handelt es sich also um eine enge Zusammenarbeit von Regie und Schnitt (sofern die Regie und die Produktion nicht die Hauptverantwortung der Editorin \u00fcbergeben und erst das fertige Produkt abnehmen) bei der es um rhythmische, in gro\u00dfem Ma\u00dfe aber um dramaturgische und erz\u00e4hlerische Fragen und Entscheidungen geht. Im Feinschnitt, dem letzten Schliff, legt die Filmeditorin durch diffizile Verl\u00e4ngerungen oder K\u00fcrzungen und Feilung der \u00dcberg\u00e4nge den finalen Erz\u00e4hlrhythmus fest. Die Tongestaltung und der Einsatz von Musik\u00a0 fallen in den Verantwortungsbereich der Filmeditorin, sofern diese die Dramaturgie der Erz\u00e4hlung beeinflussen. Die technische Bearbeitung und kreative Gestaltung des Zusammenklangs der unterschiedlichen Tonebenen (Dialog, Ger\u00e4usche, Effekte, Athmosph\u00e4ren etc.) werden meist \u2013 vor allem beim Kinofilm \u2013 von einer Sound Designerin \u00fcbernommen. Zus\u00e4tzlich muss die Filmeditorin durch Kommunikation mit den einzelnen Departments der Postproduktion zu einer reibungslosen Endfertigung beitragen.<\/p><p>Bei der Erstellung von VFX-Einstellungen und Titeln obliegt es der Filmeditorin in Zusammenarbeit mit der Regisseurin, die entsprechenden Fachleute k\u00fcnstlerisch und terminlich zu koordinieren. 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