{"id":293,"date":"2018-02-16T17:24:16","date_gmt":"2018-02-16T16:24:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/?post_type=project&#038;p=293"},"modified":"2020-01-29T22:57:59","modified_gmt":"2020-01-29T21:57:59","slug":"soundeditorin-toncutterin","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/project\/soundeditorin-toncutterin\/","title":{"rendered":"Tongestalterin\/Sounddesignerin"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<h2>Tongestalterin\/Sounddesignerin<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; src=&#8220;http:\/\/www.fc-gloria.at\/filmberufe\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/ThedaSchifferdecker01.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; show_bottom_space=&#8220;on&#8220; alt=&#8220;Sounddesignerin Veronika Hlawatsch, Photo: (c) Anna St\u00f6ger&#8220; title_text=&#8220;Sounddesignerin Veronika Hlawatsch, Photo: (c) Anna St\u00f6ger&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|&#8220; \/][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220; custom_margin=&#8220;0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;0px|||&#8220;]<\/p>\n<h6>Sounddesigner Theda Schifferdecker und Mischtonmeisterin Lenja Gathmann bei der Arbeit zu <em>Arche Nora\u00a0<\/em>(Regie: Anna Kirst), Foto: \u00a9 Anna Kirst<\/h6>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220;]<\/p>\n<p>Mit Tonschnitt ist jener Teil der Filmmontage gemeint, der sich nach Absprache mit der Bildeditorin mit der k\u00fcnstlerischen, dispositiven Gestaltung der gesamten Tonebenen eines Filmwerks befasst. Die Bezeichnung Tonschnitt entspricht dabei der im Englischen heute \u00fcblichen Formulierung sound editing.<\/p>\n<p>Die Tongestaltung hat einen gro\u00dfen Anteil an der k\u00fcnstlerischen Gesamtwirkung eines Films. Gerade die auditive Information tr\u00e4gt viel zur (meist unbewusst wahrgenommenen) Definition von Ort und Zeit bei. Sie ist ein dramaturgisches Mittel zur Schaffung einer emotionalen Grundstimmung, zur Nachbildung der Realit\u00e4t oder Erschaffung einer Illusion, welche die Bildwirkung erg\u00e4nzt, erweitert oder sogar \u00fcber sie hinausgeht. Filmbilder entfalten h\u00e4ufig erst im Zusammenspiel mit Musik und Tongestaltung ihre gew\u00fcnschte Wirkung.<\/p>\n<p>Mit der Einf\u00fchrung des digitalen Tonschnitts erweiterten sich die Gestaltungsm\u00f6glichkeiten der Sounddesignerin erheblich. Eingriffe in die Klanggestaltung, die fr\u00fcher nur in Mischateliers m\u00f6glich waren, werden heute zunehmend von Soundeditorinnen vorbereitet oder ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_accordion _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243;][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;AUFGABEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220; text_shadow_horizontal_length=&#8220;0em&#8220; text_shadow_vertical_length=&#8220;0em&#8220; text_shadow_blur_strength=&#8220;0em&#8220;]<\/p>\n<p>Der Ablauf der ausf\u00fchrenden T\u00e4tigkeit der Sounddesignerin gliedert sich in folgende Punkte, wobei diese in Reihung und Umfang von Projekt zu Projekt selbstverst\u00e4ndlich stark abweichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Tonbesprechung<\/strong><br \/>\nDie Tonbesprechung findet im Zuge des Filmschnitts statt. An ihr beteiligen sich in der Regel Regisseurin, Bildeditorin und\u00a0Sounddesignerin. Hier wird das k\u00fcnstlerisch- kreative Konzept der Tongestaltung besprochen, aufgrund derer die Sounddesignerin ihre weitere Vorgangsweise zu bestimmen hat.<\/p>\n<p><strong>Arbeitsbeginn, Projekteinrichtung<\/strong><br \/>\nDie ausf\u00fchrende T\u00e4tigkeit der Sounddesignerin beginnt \u00fcblicherweise mit dem Ende des Feinschnitts. Je nach Arbeitsger\u00e4t kann es zu unterschiedlichen Konvertierungen kommen. Etwa, wenn zur Vertonung vom Schneidetisch auf ein digitales System gewechselt wird. Die Projekteinrichtung umfasst alle dazu notwendigen \u00dcberspielungen, Installationen und s\u00e4mtliche dispositiven Vorbereitungen, die f\u00fcr den Tonschnitt wichtig sind.<\/p>\n<p><strong>Originalton, Dialogschnitt<\/strong><br \/>\nDer Originalton wird bereits w\u00e4hrend der Dreharbeiten von Tonmeisterin, Regisseurin und Bildeditorin bewertet. Sofern nicht notwendige Synchronisationen w\u00e4hrend der Schnittzeit (aus produktionstechnischen Gr\u00fcnden) erfolgt sind, werden sie in Absprache mit Produktion und Regie in die Wege geleitet.<\/p>\n<p>Aus Originalton und synchronisierter Sprache formt die Sounddesignerin den meist schon auf mehrere Tonspuren verteilten Dialogschnitt. Bereits dieser Arbeitsvorgang ist massiv vom Fertigstellungsformat abh\u00e4ngig. Soll der Film etwa in Stereo gemischt werden, bedeutet das einen deutlich erh\u00f6hten Arbeitsaufwand, um akustische Bewegungen zwischen links und rechts zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Ger\u00e4usche, Effekte, Atmosph\u00e4ren<\/strong><br \/>\nGer\u00e4usche, Effekte und Atmosph\u00e4ren stellen weitere akustische Ebenen des Films dar. Die Sounddesignerin setzt sie aus am Set aufgenommenen Originalger\u00e4uschen und -atmosph\u00e4ren, Archivt\u00f6nen und Ger\u00e4uschsynchronisation zusammen. Hier wird an die Sounddesignerin die gr\u00f6\u00dfte Anforderung gestellt im Sinne des Films kreativ, gestalterisch t\u00e4tig zu sein und dem Film sein spezifisches, akustisches Erscheinungsbild zu geben. Zugleich hat sie diese Arbeit in technisch bestm\u00f6glicher Qualit\u00e4t auszuf\u00fchren, um einen komplikationsfreien Ablauf der Mischung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><strong>Tonstudio und Archiv<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend ihrer gesamten T\u00e4tigkeit ist die Sounddesignerin in intensivem Kontakt mit dem Tonstudio, wenn ihr Arbeitsplatz nicht ohnehin dort angesiedelt ist. Je nach Bedarf w\u00e4hlt sie dort Archivger\u00e4usche und Atmosph\u00e4ren aus. Unter Umst\u00e4nden ist sie auch f\u00fcr \u00dcberspielungen derselben oder etwa auch die technische Bearbeitung von Archiv- oder Originalt\u00f6nen (z.B.: Filterungen, Geschwindigkeitsver\u00e4nderungen etc.) vonn\u00f6ten.<\/p>\n<p><strong>Mischung<\/strong><br \/>\nUnabh\u00e4ngig vom Arbeitsger\u00e4t ist ein Mischplan zu erstellen und Laufstriche (beim analogen Schnitt), beim digitalen Schnitt sind s\u00e4mtliche Daten\u00fcbertragungen (Konsolidierung, Exporte, etc) durchzuf\u00fchren. Die Mischung erfolgt gemeinsam mit der Mischtonmeisterin, der Regisseurin und der Bildeditorin. Die Dauer und die Vorgangsweise der Mischung h\u00e4ngen vom Tonformat des Endprodukts ab (Mono, Dolby Stero, Sechskanal&#8230;). Die Sounddesignerin begleitet die Fertigstellung des Filmtons bis zum Mastering.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item _builder_version=&#8220;3.0.100&#8243; title=&#8220;ANFORDERUNGEN&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;off&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#2b87da&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#29c4a9&#8243; background_color_gradient_type=&#8220;linear&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;180deg&#8220; background_color_gradient_direction_radial=&#8220;center&#8220; background_color_gradient_start_position=&#8220;0%&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_position=&#8220;center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; background_blend=&#8220;normal&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; background_video_pause_outside_viewport=&#8220;on&#8220; text_shadow_style=&#8220;none&#8220; box_shadow_style=&#8220;none&#8220; text_shadow_horizontal_length=&#8220;0em&#8220; text_shadow_vertical_length=&#8220;0em&#8220; text_shadow_blur_strength=&#8220;0em&#8220;]<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss jedoch akustisches Vorstellungsverm\u00f6gen sowie ausreichendes Basiswissen \u00fcber die Bereiche Filmherstellung, Schnitt in Theorie und Praxis, Film- und Tonformate und die technischen Abl\u00e4ufe zur Filmherstellung vorausgesetzt werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][\/et_pb_accordion][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Tongestalterin\/Sounddesignerin Sounddesigner Theda Schifferdecker und Mischtonmeisterin Lenja Gathmann bei der Arbeit zu Arche Nora\u00a0(Regie: Anna Kirst), Foto: \u00a9 Anna Kirst <div class=\"et_pb_row et_pb_row_1 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Mit Tonschnitt ist jener Teil der Filmmontage gemeint, der sich nach Absprache mit der Bildeditorin mit der k\u00fcnstlerischen, dispositiven Gestaltung der gesamten Tonebenen eines Filmwerks befasst. 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Sie ist ein dramaturgisches Mittel zur Schaffung einer emotionalen Grundstimmung, zur Nachbildung der Realit\u00e4t oder Erschaffung einer Illusion, welche die Bildwirkung erg\u00e4nzt, erweitert oder sogar \u00fcber sie hinausgeht. Filmbilder entfalten h\u00e4ufig erst im Zusammenspiel mit Musik und Tongestaltung ihre gew\u00fcnschte Wirkung.<\/p><p>Mit der Einf\u00fchrung des digitalen Tonschnitts erweiterten sich die Gestaltungsm\u00f6glichkeiten der Soundeditorin erheblich. Eingriffe in die Klanggestaltung, die fr\u00fcher nur in Mischateliers m\u00f6glich waren, werden heute zunehmend von Soundeditorinnen vorbereitet oder ausgef\u00fchrt.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>AUFGABEN<br \/>Der Ablauf der ausf\u00fchrenden T\u00e4tigkeit der Toncutterin gliedert sich in folgende Punkte, wobei diese in Reihung und Umfang von Projekt zu Projekt selbstverst\u00e4ndlich stark abweichen k\u00f6nnen.<\/p><p>Tonbesprechung<br \/>Die Tonbesprechung findet im Zuge des Filmschnitts statt. An ihr beteiligen sich in der Regel Regisseurin, Filmcutterin und Toncutterin. Hier wird das k\u00fcnstlerisch- kreative Konzept der Tongestaltung besprochen, aufgrund derer die Toncutterin ihre weitere Vorgangsweise zu bestimmen hat.<\/p><p>Arbeitsbeginn, Projekteinrichtung<br \/>Die ausf\u00fchrende T\u00e4tigkeit der Toncutterin beginnt \u00fcblicherweise mit dem Ende des Feinschnitts. Je nach Arbeitsger\u00e4t kann es zu unterschiedlichen Konvertierungen kommen. Etwa, wenn zur Vertonung vom Schneidetisch auf ein digitales System gewechselt wird. Die Projekteinrichtung umfasst alle dazu notwendigen \u00dcberspielungen, Installationen und s\u00e4mtliche dispositiven Vorbereitungen, die f\u00fcr den Tonschnitt wichtig sind.<\/p><p>Originalton, Dialogschnitt<br \/>Der Originalton wird bereits w\u00e4hrend der Dreharbeiten von Tonmeisterin, Regisseurin und Bildcutterin bewertet. Sofern nicht notwendige Synchronisationen w\u00e4hrend der Schnittzeit (aus produktionstechnischen Gr\u00fcnden) erfolgt sind, werden sie in Absprache mit Produktion und Regie in die Wege geleitet.<\/p><p>Aus Originalton und synchronisierter Sprache formt die Toncutterin den meist schon auf mehrere Tonspuren verteilten Dialogschnitt. Bereits dieser Arbeitsvorgang ist massiv vom Fertigstellungsformat abh\u00e4ngig. Soll der Film etwa in Stereo gemischt werden, bedeutet das einen deutlich erh\u00f6hten Arbeitsaufwand, um akustische Bewegungen zwischen links und rechts zu erm\u00f6glichen.<\/p><p>Ger\u00e4usche, Effekte, Atmosph\u00e4ren<br \/>Ger\u00e4usche, Effekte und Atmosph\u00e4ren stellen weitere akustische Ebenen des Films dar. Die Toncutterin setzt sie aus am Set aufgenommenen Originalger\u00e4uschen und -atmosph\u00e4ren, Archivt\u00f6nen und Ger\u00e4uschsynchronisation zusammen. Hier wird an die Toncutterin die gr\u00f6\u00dfte Anforderung gestellt im Sinne des Films kreativ, gestalterisch t\u00e4tig zu sein und dem Film sein spezifisches, akustisches Erscheinungsbild zu geben. Zugleich hat sie diese Arbeit in technisch bestm\u00f6glicher Qualit\u00e4t auszuf\u00fchren, um einen komplikationsfreien Ablauf der Mischung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p><p>Tonstudio und Archiv<br \/>W\u00e4hrend ihrer gesamten T\u00e4tigkeit ist die Toncutterin in intensivem Kontakt mit dem Tonstudio, wenn ihr Arbeitsplatz nicht ohnehin dort angesiedelt ist. Je nach Bedarf w\u00e4hlt sie dort Archivger\u00e4usche und Atmosph\u00e4ren aus. Unter Umst\u00e4nden ist sie auch f\u00fcr \u00dcberspielungen derselben oder etwa auch die technische Bearbeitung von Archiv- oder Originalt\u00f6nen (z.B.: Filterungen, Geschwindigkeitsver\u00e4nderungen etc.) vonn\u00f6ten.<\/p><p>Mischung<br \/>Unabh\u00e4ngig vom Arbeitsger\u00e4t ist ein Mischplan zu erstellen und Laufstriche (beim analogen Schnitt), beim digitalen Schnitt sind s\u00e4mtliche Daten\u00fcbertragungen (Konsolidierung, Exporte, etc) durchzuf\u00fchren. Die Mischung erfolgt gemeinsam mit der Mischtonmeisterin, der Regisseurin und der Bildcutterin. Die Dauer und die Vorgangsweise der Mischung h\u00e4ngen vom Tonformat des Endprodukts ab (Mono, Dolby Stero, Sechskanal...). 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