Regisseurin Anja Salomonowitz war zu Gast und präsentierte ihren Dokumentarfilm Die 727 Tage ohne Karamo. Nach dem Film gab sie in einem Publikumsgespräch Auskunft über ihre Arbeitsweise, moderiert von Wilbirg Brainin-Donnenberg.

Die 727 Tage ohne Karamo
Dokumentarfilm, Regie: Anja Salomonowitz, A 2013, 80 min.
Liebe kann Grenzen überwinden. Manchmal muss sie es. Seit 727 Tagen ist eine Österreicherin nach der Abschiebung von ihrem Mann getrennt. Eine Chinesin wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr nach Wien. Binationale Paare kämpfen in Österreich gegen die Schikanen der Behörden. Die Protagonisten erzählen von einem Alltag zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen. Viele Beziehungen zerbrechen an den Tücken des Systems. Regisseurin Anja Salomonowitz formt ein raffiniertes dokumentarisches Mosaik, sie zeichnet eine Realität, wie sie viele Paare erleben, und ähnlich einem Staffellauf fügen sich die Momentaufnahmen Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung. Die 727 Tage ohne Karamo ist ein überzeugendes filmisches Plädoyer für eine grenzenlose Liebe. Ein Liebesfilm gegen das Gesetz.

www.727days.com

8. Oktober 2013, 20 Uhr, Admiral Kino, Burggasse 119, 1070 Wien

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