21. März 2026
15:30-17:30 |📍Forum im Heimatsaal, Volkskundemuseum Graz
FC Gloria lädt im Rahmen des Diagonale Filmfestivals 2026 Gäst*innen aus den Bereichen Film, Kunst und Wissenschaft zu einer Diskussionsrunde:
Unter der Haut – Körper, Macht und Trauma
Filmarbeit ist Körperarbeit. Wie lassen sich filmische Zugänge zu Widerstand und Selbstermächtigung finden, wenn Körper über Generationen hinweg von Restriktion gezeichnet werden? FC-Gloria lädt zum Gespräch, gemeinsam mit den Filmemacherinnen Magdalena Chmielewska (“Teresas Körper”), Angelika Reitzer (“Das Höhenphänomen”) und der Kunsthistorikerin Rose-Anne Gush (“Artistic Labour of the Body”, TU-Graz).
In Zeiten des Wiedererstarkens autoritärer Systeme trifft die Restriktion erneut auf den Körper, in Form von Gewalt, alltäglich, strukturell und persönlich. Wie kann filmisches Arbeiten in diese Veränderungen eingreifen, Handlungsspielräume erweitern – und schließlich zurückgewinnen? Eine Podiumsdiskussion über das, was wir unter unserer Haut mittragen –und wie wir es sichtbar machen können.
Eröffnet wird der Salon mit einer performativen Einlage des Gloria Chors
Moderation: Dalia Ahmed (ORF/FM4)
Konzeption: Klaudia Kiczak, Lisa-Marie Gotsche
Wir freuen uns auf ein angeregtes Gespräch mit unseren Panelist*innen:

Rose-Anne Gush ist Kunsthistorikerin, Theoretikerin, Kuratorin und Künstlerin. In ihrer Forschung setzt sie sich kritisch mit Diskursen zu globaler Kunst, feministisch-marxistischen Theorien und der Politik künstlerischer Arbeit auseinander, wobei sie sich auf Körper, Medien und Performance, Erinnerung und Trauma sowie Geografien und Landschaften von Ausbeutung und Befreiung konzentriert. Sie ist Assistenzprofessorin an der TU Graz. (Foto: Marija Janćič)

Magdalena Chmielewska ist Regisseurin und Drehbuchautorin polnischer Herkunft und lebt in Wien. Ihre Filme wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt und unter anderem mit dem First Steps Award der Deutschen Filmakademie sowie dem Max-Ophüls-Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Ihr Drehbuch „Teresas Körper“ wurde für den Thomas-Pluch-Preis nominiert. Sie absolvierte die Filmakademie Wien. Neben ihrer Filmarbeit ist sie als Gastdozentin für Schauspielführung tätig. (Foto: Claudia Pelosi)

Angelika Reitzer ist Schriftstellerin, Filmemacherin und Drehbuchautorin. Ihr Werk umfasst erzählende Literatur (Romane, Prosa) und Lyrik, Drehbücher, Libretti für Musiktheaterstücke, Musicals und Opern. Angelikas Kurzdoku „abstechen“ lief 2024 auf der Diagonale und bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen; der Gedichtband „Blauzeug“ war 3 Monate auf der ORF-Bestenliste. Diagonale 2026: „Das Höhenphänomen“ Drehbuch und Regie. (Foto: Peter Rigaud)

Der Gloria Chor, ein künstlerisches Community-Projekt von FC Gloria, eröffnet mit einer performativen Chorintervention die anschließende Podiumsdiskussion. Unter der künstlerischen Leitung von Eva Prosek, versteht der Chor gemeinsames Singen als künstlerische und gesellschaftliche Praxis. Stimme wird hier zum Medium für Sichtbarkeit, Austausch und kollektive Artikulation.
Wir freuen uns sehr auf Euch und ein spannendes Panel! ✊🏼
