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Regisseurin

Regisseurin Jenny Gand am Set des Fashionvideos YLVA. Foto: © Claudia Lecnik

Regisseurin Anita Makris beim Vordreh des Dokumentarfilms LECHOVO

Die Regisseurin ist bei der Entstehung eines Films von der Vorbereitung bis zum fertigen Werk die entscheidende künstlerisch- gestaltende Kraft. Sie ist nicht nachschaffende Interpretin eines bereits bestehenden Werkes, sondern Gestalterin einer originalen Schöpfung. Sie hat schon vor Beginn der Dreharbeiten eine konkrete Vorstellung vom fertigen Film und den verschiedenen Elementen, aus denen er sich zusammensetzt.

AUFGABEN

Die Regietätigkeit umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche

• Verständigung über die beabsichtigte Gesamtwirkung des Filmwerks und der erforderlichen Produktionsmittel mit Produktion und / oder Fernsehsender

• Dramaturgische Bearbeitung einer stofflichen Vorlage oder Gestaltung eines Originalstoffes, eventuell in Zusammenarbeit mit einer Autorin. Umfangreiche Recherchen zum Sujet sowohl bei Filmen mit Spielhandlung wie bei Dokumentarfilmen

• Einrichten des Drehbuches im Hinblick auf künstlerisch-technischen Aufwand, Kalkulation und Produktionsablauf. Dabei werden die künstlerischen Intentionen mit den finanziellen und produktionstechnischen Gegebenheiten in Einklang gebracht

• Auswahl der Darstellerinnen

• Auswahl des künstlerisch-technischen Stabes (z.B. Kamera, Szenenbild, Musik, Kostüm, Schnitt, Ton, Regieassistenz, Continuity). Mitwirkung bei der Auswahl des sonstigen technischen und organisatorischen Stabes

• Erarbeitung der optischen Konzeption und der Bildfolge für den Szenenablauf. Erstellung von Regiebuch, Shooting Script oder Story Board. Auswahl von Schauplätzen und Konzeption von Atelierbauten. Festlegung von Massenszenen, Spezialeffekten und Stunts. Planung des Einsatzes von besonderem technischen Aufwand und zusätzlichen Aufnahmeteams. Dies alles geschieht in Zusammenarbeit mit Kamera, Szenenbild und Regieassistenz

• Auswahl von Kostümen, Masken und Requisiten – eventuell Vorgaben zu Entwürfen – in Zusammenarbeit mit den Fachmitarbeiterinnen

• Vorgespräche mit den Hauptdarstellerinnen zur Konzeption der Rollen

• Szenische Probenarbeit mit den Darstellerinnen

• Mitwirkung bei der Festlegung des Drehplans

• Erarbeitung einer musikalischen Konzeption für das Werk: entweder in Zusammenarbeit mit Komponistinnen (bei Originalmusik) oder durch Auswahl vorhandener musikalischer Vorlagen und Aufnahmen

• Durchführung der Dreharbeiten. Dabei trifft die Regie die endgültigen künstlerischen Entscheidungen über Bereiche wie: Einrichtung des Sets; Anzahl der Einstellungen, Bewegungen und Bildausschnitte der Kamera; schauspielerische Interpretationen. Teil dieses Prozesses ist die Integration von Unvorhergesehenem und Improvisiertem in das Regie-Konzept

• Auswahl der Takes bei der Vorführung des gedrehten Materials. Auswahl von Archivmaterial. Schon während der Dreharbeiten Anleitung zum Rohschnitt

• Anfertigung des Feinschnitts in Zusammenarbeit mit der Editorin

• Herstellen der endgültigen Fassung des Films. Dazu gehören: Überwachung der Sprach-Synchronisation, der Musik- und Geräuschaufnahmen sowie der Endmischung; Festlegung der Titelgestaltung; Mitwirkung bei der optischen oder elektronischen Farbkorrektur

• Beteiligung an PR – Maßnahmen des Produzenten, Verleihers, Fernsehsenders. Mitwirkung bei der Gestaltung von Werbe- und Informationsmaterial zum Werk

ANFORDERUNGEN

Voraussetzung für die Regietätigkeit ist eine Kombination von vielen verschiedenen Fähigkeiten, die es ermöglichen, dramaturgische, darstellerische, sprachliche, musikalische und visuelle Elemente zu einem Filmwerk zusammen zu fügen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, künstlerische und technische Mitarbeiterinnen zu motivieren, zu leiten und ihre künstlerischen Beiträge zu koordinieren.

AUSBILDUNG

An allen Filmhochschulen wird Regie gelehrt.

Regisseurin Claudia Wohlgenannt am Set von Fiesta auf der Müllhalde. Foto: © Plan C Filmproduktion