“Especially when it comes to public money-it has to be equal.”

Jane Campion

 

„Netflix carefully educates their people on gender issues, not because they are so nice, no, because this a central question for future markets! In the EU, this is not seen as a main topic, but if the EU wants to have „important market shares“ in the future, this has to be main topic!  The EU should be in front, but they are losing because they don’t see the problem.”

Helene Grandqvist von WIFTI

15 Argumente für die Frauenquote in der Filmbranche

 

  1. Parität ist gesetzlich verankert. Die politische Realität schreibt Gleichstellung vor.
  2. Gesellschaftliche Repräsentativität wird hergestellt.
  3. Von 40% Frauen, die an Filmhochschulen ausgebildet werden, kommen nur 20% am Markt an. Bei den Männern verhält es sich umgekehrt. Es sind weit mehr am Markt beschäftigt, als ausgebildet werden.
  4. Frauen sind in allen kreativen Schlüsselpositionen unterrepräsentiert. (Ausnahme: Maske und Kostüm). Die Quote erhöht den Frauenanteil in allen Departements.
  5. Durchsetzungsvermögen, Führungsstärke, Stressresistenz, Überzeugungskraft, Selbstbewusstsein sind Eigenschaften, die eher Männern zugeschrieben werden. Frauen werden vorwiegend mit Eigenschaften assoziiert, die sie als ungeeignet für Schlüsselpositionen deklarieren. Diese negativen Stereotypen wirken sich direkt negativ auf die Beteiligung der Frauen in der Filmbranche aus.
  6. Die Quote verändert das Bild der Frau in den Medien. Die filmische Narration wird diverser. Die Quote fördert Kreativität und sorgt für eine Vielfalt der Stimmen.
  7. Film soll die Verhältnisse unserer Realität in Bezug auf Diversity und Gender abbilden und nicht zum Teil Jahrzehnte-alte Klischees immer und immer wieder reproduzieren.
  8. Trotz Selbstverpflichtung zur Frauenförderung hat sich in den vergangenen Jahren wenig verbessert. Nur die Quote kann die gläsernen Decken sprengen.
  9. Die Branche ist risikoscheu und konservativ: Entscheiderinnen und Entscheider greifen sowohl auf bewährte Formate als auch Personen zurück.
  10. Ein System, das keine Diversität zulässt, schwächelt. Die Quote verhindert gesellschaftliche Stagnation und schafft Qualität.
  11. In der aktuellen Situation ist die Quote keine Bevorzugung. Sie ist der Versuch, die stille Benachteiligung (homosoziale Reproduktion) auszugleichen.
  12. Gleichstellung ist kein Frauenthema, sie geht alle Geschlechter an.
  13. Gleichstellung bewirkt einen Ausgleich zu den machtvollen männlichen Elitezirkeln und Netzwerken.
  14. Gleichstellung fördert familienfreundlichere Arbeitsstrukturen, von denen alle profitieren.
  15. Männer geben ihre Macht nicht freiwillig ab.

 

 

Kleine Linksammlung

Gender*in*equality des Filminstituts

Österreichischer Film Gender Report 2012-2016

Auswertung Förderzusagen des Österreichischen Filminstituts und Filmfonds Wien 2011–2015 von  FC Gloria

Die Website unserer deutschen Kolleginnen Pro Quote-Film

Die Website der Pro Quote Medien

Studie: Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland

Geena Davis Institute On Gender in Media

Statistik Tatort